E-Scooter-Sharing und -Verleih

Obwohl die endgültige Zulassung für E-Scooter vermutlich erst im Laufe des Mai vom Bundesrat genehmigt werden wird, bringen sich bereits jetzt die ersten Anbieter von Sharingkonzepten für Elektroscooter in Stellung. Grundsätzlich unterscheidet sich das Modell dabei erst einmal nicht grundlegend von anderen Konzepten wie zum Beispiel dem E-Bike-Sharing. So ist zu erwarten, dass die Scooter über zunächst Großstädte verteilt werden und dann per Android oder iOS App gebucht werden können.

Die Abrechnung - zumindest gehen wir davon aus - erfolgt dann auf Basis der Mietdauer mit der in der App verknüpften Zahlungsart. Preise dürften sich schätzungsweise im Bereich zwischen 15 - 30 Cent pro Minute bewegen, auch die Zahlung für Kontingente à la 30 oder 60 Minuten scheint möglich. Am Monatsende dürfte dann die Fahrzeit gesammelt abgerechnet werden.Bei einigen Anbietern ist zudem eine einmalige Registrierungsgebühr von 10 - 20 Euro zu erwarten.

Am Anfang dürften sich die ersten Anbieter zunächst auf Großstädte konzentrieren, da dort mehr potenzielle Kunden zu erwarten sind. Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Frankfurt oder Köln dürften als erstes vom E-Scooter-Sharing profitieren. Natürlich gibt es auch bei den Sharingangeboten einige Dinge zu beachten. So obliegt es unter Umständen im Zweifelsfall dem Kunden nachzuweisen, dass eine etwaige Beschädigung nicht durch ihn verursacht wurde. Darüber hinaus wird es für die Anbieter herausfordernd werden, die Roller gegen Diebstahl und Vandalismus zu schützen sowie sicherzustellen, dass diese einigermaßen gleichmäßig über das Angebotsgebiet verteilt bleiben.

Auch einen zuverlässigen Ladestand herzustellen dürfte eine größere Herausforderung darstellen. Denn letztlich erwartet ein Kunde einen geladenen Elektroscooter, um spontane eine Fahrt durchführen zu können.